Geschichte

 

1022

In dem Güterverzeichnis des Michaelisklosters zu Hildesheim wird der Ort Thüste erwähnt. Die älteste Siedlung besteht seit der mittleren Steinzeit, bewiesen durch den Fund eines Feuersteindolches.

1400

Die Thüster Beeke treibt drei Mühlen im Dorf an.

1500

In Thüste steht auf der sogenannten „Borg“ tatsächlich eine Steinburg, die um 1500 in Trümmer geht. Die Steine sind mit Gipsmörtel aus dem Weenzer Bruch fest zusammengefügt. Es handelte sich wahrscheinlich um eine frühmittelalterliche Anlage zur Wegekontrolle. 1923 wird hier eine Lanzenspitze gefunden. Heute ist leider nichts mehr von der Burg zu sehen.

1707

Renovierung der Kapelle „St. Jürgen“ (vor der Reformation war die Kapelle „St. Georg“ geweiht).

1787

Entdeckung der Braunkohle.

1753

1752 wird die Kapelle „St. Jürgen“ wegen Baufälligkeit abgerissen und neu aufgebaut. 1753 findet die Einweihung des Neubaus statt.

1840

Thüste erhält eine feste, neben dem Bach herführende Straße. Vorher wurde das Bachbett als Fahrweg verwendet. Am Ende des Dorfes wird eine steinerne Brücke gebaut. Im Steinbruch wird beim Steine brechen der Keller der alten Burg entdeckt.

Kalkofen

1874

In einem Ringofen der Firma Röpke & Gödeke wird Kalk gebrannt.

1861

Der Braunkohleabbau wird eingestellt.

1867

Der Braunkohleabbau wird wieder aufgenommen.

1873

Abriss der Schule wegen Baufälligkeit und Neubau mit einem Klassenraum und Lehrerwohnung.

1893

Bau eines Spritzenhauses.

Bahnhof

1897

Die Kleinbahn eröffnet die Strecke Salzhemmendorf – Duingen am 1. Juli. Die Molkerei wird von Dr. Mann aus Hildesheim gebaut. Besitzer ist dann Wilhelm Meyer, der nebenbei eine Schweinemast betrieb (900-1000 Stück).

1899

Es wird mit dem Bau der Brikettfabrik begonnen.

 

Hochwasser

1909

Am 4. Februar gibt es ein Hochwasser in Thüste.

1912

Am 12. Dezember wird beschlossen, einen Vertrag mit der Überlandzentrale wegen elektrischer Beleuchtung abzuschließen. Die Straßenbeleuchtung wird aber erst 1928 fertiggestellt.

1913

Die „Leipzig-Eiche“ und die „Blücher-Eiche“ werden bei der 100-Jahre Feier der „Völkerschlacht bei Leipzig 1813“ gepflanzt. Die Kapelle erhält eine neue Glocke.

1919

Seit dem 24. September besteht in Thüste eine Gemeindevertretung. Vorher fanden Gemeindeversammlungen statt, in denen alle Bürger stimmberechtigt waren, und zwar gab es auf jede angefangenen 25 Ar eine Stimme.

1920

Stichweh und Feige gründen eine Maschinenfabrik.

1927

Gründung des Schützenvereins (heute KKSV)

1929

Am 22. April geschieht in Thüste ein schweres Explosionsunglück. In der Brikettfabrik Humboldt explodiert ein Trockenofen.

1930

Die Posthilfsstelle wird eingerichtet.

1932

Am 3. Januar gibt es erneut Hochwasser. Als Ersatz für die eingegangene Soleiche wird eine neue Eiche gepflanzt, unter der eine Botschaft in einer Flasche vergraben ist.

1933

Der Posaunenchor wird gegründet.

1934

Am 23. Februar wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet und die Pflichtfeuerwehr aufgelöst. Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes wird gegründet.

1946

Die Ringofenanlage zum Kalk brennen wird zu einer Tonfabrik umgebaut, in der zuerst Kochplatten für elektrische Kocher, einfache Töpfe und Schalen hergestellt werden. Dann spezialisiert man sich auf Blumentöpfe, später werden hauptsächlich Dachziegel hergestellt.

1947

Einrichtung von Flüchtlingsgärten. Der „Kleine Königssee“, der als Schwimmbad dient, wird ausgepumpt und als Gipsbruch der Firma Niemeyer – Weenzen genutzt. Die Postagentur wird in eine „Poststelle I“ aufgewertet.

1948

Die Schule wird um zwei Räume erweitert.

1949

Der Sportverein „SV WTW Wallensen“ wird gegründet. Der Schulverband mit Wallensen wird am 31. März beendet.

1951

An die Kapelle wird eine Leichenhalle angebaut.

1954

Frau Lina Schaper schafft sich den ersten Fernsehapparat von Thüste an. Das neuerbaute Sole-Schwimmbad der Gemeinden Wallensen und Thüste wird eröffnet.

1958

Im Dezember wird die Wasserleitung endlich fertiggestellt (nachdem 1919, 1925, 1931 und 1947 kein Beschluss gefasst wurde, wurde im Oktober 1955 der Bürgermeister Wulf beauftragt, Besprechungen mit dem Wasserwirtschaftsamt Hannover aufzunehmen.) Das Wasser kann erst nur im abgekochten Zustand genutzt werden. Am 1. April 1959 wird es jedoch freigegeben und von jetzt an werden auch die Wasseruhren abgelesen.

St. Jürgen Kapelle

1962

Entwurf zum Neubau des Dachreiters der Kapelle. 1963 wird der alte Turm der Kapelle abgerissen. Ein neues Dach ein neuer Turm und eine neue Glocke werden angeschafft.

1964

Bau der Kinderreichen-Siedlung. Die Grundstücke am Hilsweg werden nur an Familien mit mindestens drei Kindern verkauft.

Gewerkschaft Humboldt

1966

Am 30. Juni wird der Betrieb der Gewerkschaft Humboldt stillgelegt.

1967

Vom 20. bis 22. Juni erfolgen Sprengungen, zuerst die Brikettfabrik mit Schornsteinen, dann der zweite große Schornstein. Das Werk wird von Otto Kreibaum aus Lauenstein gekauft, um dort ein neues Werk für die Produktion von Fertighäusern zu bauen.

1968

Nach fast 70jährigem Bestehen wird die Kleinbahn als Personenbeförderungsmittel stillgelegt, sie besteht danach nur noch als Industriebahn der Klöcknerwerke (Steinbruch Salzhemmendorf) und der Firma Bock (Sandgrube Duingen).

1972

Die Schule wird im Zuge der Gebietsreform geschlossen, die Kinder werden in Wallensen unterrichtet. Im gleichen Jahr wird das Kriegerdenkmal für den 2. Weltkrieg und die neue Friedhofskapelle gebaut.

Museumszug

1977

Erster Museumszug der Dampfzug-Betriebsgemeinschaft Hildesheim (DBG), ab 1979 jährliche Fahrten.

1979

Der zweite Fußballplatz wurde mit einem Freundschaftsspiel gegen Hannover 96 eingeweiht.

Glück Auf Sporthalle

1980

Am 29. August wird die eine Million DM teure „Glück-Auf-Sporthalle“ eingeweiht.

1986

Anschluss an die Großkläranlage in Quanthof. Teile des OKAL-Geländes werden an die Firma E&K verkauft, die Sprinkler-Anlagen produziert.

1988

Die Hallen und das Verwaltungsgebäude der Firma OKAL werden an den Küchenhersteller Habemat verkauft. Die im Jahre 1911 von der Firma Faber aus Salzhemmendorf gebaute Orgel wird renoviert und vergrößert.

Post im Haus der Familie Möhle

1990

Umzug der Post in das Haus der Familie Möhle. Ein Teil des Ortes Thüste erhält Kabelfernsehen.

1991

Zum ersten Mal wird von der Feuerwehr ein Maibaum nach bayerischem Muster aufgestellt.

Kita Stoppelhopser

1996

Der Kindergarten „Stoppelhopser“ für die Orte Ockensen, Wallensen und Thüste wird zwischen Wallensen und Thüste gebaut. Am 1. Mai wurde eine neue Soleiche gepflanzt.

1997

1996 kauft Frau Roth die alte Schule. Manfred Roth, Besitzer der Rothkirch-Puppenmanufaktur, verlagert die Produktionsstätte von Hildesheim nach Thüste. Seit 1997 werden dort Puppen und Zubehör hergestellt und repariert.

1997

Am 28. Juni schließt die Poststelle. Am 20. September wird von der Forstgenossenschaft ein Gedenkstein bei der Soleiche eingeweiht. Am 2. November wird die Jubiläumsfeier „975 Jahre Thüste“ gefeiert.

Geese

1998

Knut Geese gründet die Firma Tischlerei Geese. 2004 erfolgt der Neubau der Firma an der Langen Straße.

2000

Im August fährt der letzte Museumszug. Ende September verlässt der letzte Zug das Sandwerk.

2003

Das 250-jährige Bestehen der Kapelle „St. Jürgen“ wird gefeiert.

2007

Neugestaltung des Dorfplatzes.

Geese

2008

Am 31. März erfolgt der erste Spatenstich für das gemeinschaftliche Feuerwehrgerätehaus der Ortswehren Wallensen, Thüste, Ockensen und Levedagsen. Abschluss der Renovierungsarbeiten der Außenfassade der St.-Jürgen-Kapelle.

2009

Feierliche Übergabe des Feuerwehrgerätehauses an die Ortswehren am 28. Februar.

Vereinsheim WTW

2010

Im Juli konnte das neue Vereinsheim des Sportvereins WTW eingeweiht werden. Richtfest beim Anbau der Kindertagesstätte „Stoppelhopser“ am 23. Juli. Wiedereröffnung der Glück-Auf-Sporthalle nach erfolgter energetischer Sanierung am 10. September.

Quellenangabe

Die hier gemachten Angaben entstammen der Internetseite des Fleckens Salzhemmendorf.

Ortskern von Thüste